Überblick über Medikamente

Da nicht nur wir die Medikamente geben sondern auch der Pflegedienst sowie bei Bedarf auch die Pflegekräfte im Krankenhaus und Hospiz, war es uns wichtig, ein irgendwie übersichtliches System zu schaffen. Natürlich gibt es einen Medikamentenplan, der für alle verbindlich ist. Jedoch ist es immer wieder vorgekommen, dass Medikamente verkehrt, gar nicht oder doppelt gegeben wurden, zum Beispiel weil es in der Dokumentation nicht abgezeichnet war, die Schwester unaufmerksam war, es einfach vergessen wurde oder weil in der Eile die Menge nicht richtig erfasst wird… (Ihr wundert Euch!? Ich nicht, ist leider alles schon passiert, auch uns… :-/ )

Somit brauchten wir ein System das hilft, Fehler weiter zu minimieren. Ziel war, immer für eine Woche alle Medikamente vorgepackt zu haben, so dass wir z.B. bei ungeplantem Krankenhausaufenthalt einfach nur die Kiste mit den einzelnen Medikamenten-Boxen greifen müssen und die Station in Ruhe Zeit hat, sich mit Judiths Medikamenten vertraut zu machen und Nachschub zu bestellen (sie hat auch Medis, die extra hergestellt werden müssen, das dauert ein paar Tage…).

Und so sieht’s aus:

fertig gepackte medikisteDie Boxen entsprechen in etwa den Metacom-Wochentags-Farben, außerdem ist der Name des jeweiligen Tages auf jeder einzelnen Box an der Seite mit Beschriftungsband vermerkt.

Auf der geschlossenen Box ist ein Aufkleber, auf dem steht, was zur Vollständigkeit noch mit dazu gehört, z.B. der Spacer zum inhalieren oder auch Medikamente in Flaschen.

Auf der Box- Innenseite sind noch mal Erklärungen zu einzelnen Medikamenten, z.B. Dosierungshinweise oder was im Zusammenhang mit dem Medikament zu beachten ist, …

Medikamente sortierenHier seht Ihr mal die Medikamentenzettelchen bevor sie in die einzelnen Boxen sortiert wurden…

Diese Zettelchen sind für Medikamente, die aufgrund ihrer Größe/ Darreichungsform nicht in die kleinen Abteilungen der Box passen. Damit diese Medikamente aber eben mit berücksichtigt werden, gibt es einen kleinen Zettel, der, nachdem das Medikament gegeben wurde, in das „erledigt“- Fach kommt. Auf dem Zettelchen steht zum einen die Menge und bei Bedarf noch Hinweise zum Verabreichen. Die Zettel sind auf beiden Seiten beschriftet und wurden einlaminiert. Das war mal eine Arbeit für einen ganzen Abend, aber es hat sich definitiv gelohnt!

MedikamentenboxHier seht Ihr noch mal eine einzelne Box. Diese gibt es in der Apotheke zu kaufen, sie heißen „Anabox“ und sind eigentlich für eine ganze Woche gedacht :rol:  😆
Im ersten Fach sind Medikamente, die im Laufe des Tages gegeben werden wenn es zeitlich passt, in unserem Fall betrifft das das Inhalieren und das anschließende Schleimlösen mit dem Hustenassistenten. Das ist eine Aktion, die mit Vor- und Nachbereiten schon mal 20 Minuten dauern kann und eingeschoben wird, wenn es gerade im Tagesablauf passt. Wenn das erledigt wurde, kommt das Zettelchen in das Fach mit dem grünen Aufkleber. Die anderen Fächer sind nach Tageszeiten eingeteilt, wobei Judith die Medikamente nicht nach einer bestimmten Uhrzeit sondern zu ihren Mahlzeiten erhält. Somit steht auf dem ersten Fach „direkt nach dem Aufwachen“ und es wird vermieden, dass sie von neuen Pflegekräften morgens um sechs geweckt wird, weil das Medikament um sechs in der Kurve steht weil da eben irgendeine Uhrzeit stehen muss…  Ebenso gibt es Medikamente die zu Beginn und andere, die zu Ende des Abendessens gegeben werden müssen, ab sofort ist auch das sofort ersichtlich.

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