Ketogene Diät: Die Vorbereitung

Da stand nun die Entscheidung, es mit der ketogenen Diät zu probieren.
Und da sassen wir dann im Keller der Uniklinik und besprachen uns mit der Ernährungsberaterin.

Zunächst gab es eine Einführung in die Wirkweise, Nahrungszusammensetzung, Erklärung wie die weiteren praktischen Schritte sind, Planung des Krankenhausaufenthaltes.

Dann setzten wir uns gemeinsam um ihren PC und sie erklärte uns Judiths Excel-Tabelle. Hier sind alle „Eckdaten“ wie individuell berechnete Energiemenge, Verhältnis Fett:Eiweiß und zulässige Gesamtmenge Kohlenhydrate hinterlegt. Weiterhin gibt es eine Tabelle mit diversen Nahrungsmitteln und deren Zusammensetzung. Und dann gibt es in dieser Tabelle Seiten, auf denen individuelle Rezepte zusammengestellt und errechnet werden können. Wir liessen uns in den nächsten 2 1/2 Stunden alles genau erklären und errechneten beispielhaft einige mögliche Rezepte. Ausgestattet mit diesem Wissen hatten wir rauchende Köpfe und sechs Wochen Zeit, alles vorzubereiten. Ich machte eine erste Probekochrunde und sollte Judith zwischendurch immer mal ein ketogenes Gericht zum kosten anbieten. Weiterhin bekamen wir von der Sondenschwester Ketocal- Pulver. Hieraus kann man wahlweise Sondennahrung oder mit weniger Wasser einen Brei herstellen. Auch das bot ich zwischendurch mal an.

Wir erzählten Judith nach jedem Anfall (die sie alle registriert und oft danach kurz jammert weil sie die plötzliche Bewegung doof findet), dass wir bald etwas neues ausprobieren wollen- eine Ernährung, die gegen die Epilepsie helfen könnte. Wir erzählten ihr auch ganz ehrlich, dass wir nicht wissen ob die Ernährung helfen wird, aber wir wollen es gerne versuchen. Sie hat es mit großer Ernsthaftigkeit aufgenommen und ich hatte den Eindruck, dass sie mit einem solchen Experiment in ihrer momentanen Situation mehr als einverstanden ist.

Da es von vornherein als Versuch mit zunächst 2-3 monatiger Testphase ausgelegt war, investierte ich noch nicht so sehr in neues Equipment sondern nahm das, was da war: alte Avent-Döschen, große Breigläschen (die von Hipp haben die größte Öffnung), kleine Tupper-Gefässe und unsere vorhandene digitale Küchenwaage. Die ersten Mahlzeiten grammgenau zu kochen war eine große Herausforderung, ja auch das Einkaufen dafür war ein umständlicher Akt.

Ich habe mich der Einfachheit halber auf einen Supermarkt festgelegt (in diesem Fall REWE, da es hier auch außergewöhnlichere Dinge gibt). Nebenbei bestand ein reger Austausch mit der Ernährungsberaterin, schnell war mir klar, dass das „Email-Abo“ mit ihr wohl mit im Paket enthalten ist.

Ich durchstöberte das Internet und fand vor allem folgende Seiten für die ersten Schritte hilfreich:

https://www.epilepsie-kind.de/

https://ketoladen.de/

https://www.lcw-shop.de

dieser Beitrag auf Rehakids.de: https://www.rehakids.de/phpBB2/viewtopic.php?t=118882&highlight=ketogene+di%E4t

Wie die „Koch-Logistik“ so funktioniert, werde ich im nächsten Beitrag näher erläutern.

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