ein typischer Tag- Ergänzungen

Freunde und Familie lasen diesen Artikel und meinten, darin käme unser wirklicher Alltag zu kurz. Ja, der Beitrag war unter dem Aspekt „Judith, wir und der Pflegedienst“ geschrieben.

Daher hole ich heute noch etwas weiter aus und möchte zunächst von den regelmäßigen Terminen in der Woche berichten.

Mehr oder weniger regelmäßig wiederholen sich folgende Dinge:
– Wie bereits erwähnt geht Judith an drei Tagen in der Woche zur Schule. Derzeit hat sie an einem Tag Wahrnehmungsunterricht, am zweiten Tag Schulsport in Form von Reiten und nach dem Mittagessen noch Sehförderung und am dritten Tag jede zweite Woche schwimmen und danach wieder Schulsport, diesmal in der Halle. In dieser Woche zum Beispiel geht es im Wahrnehmungsunterricht darum, den Herbst zu erleben und zu erfahren. In der Sehförderung heißt es diesmal „Wer lebt im Laubhaufen?“ – Umrisse erkennen und im Sportunterricht wird es ein Angebot geben mit Roll- und Halteübungen in der Bauchlage.
– Dann hat Judith noch an den unterrichtsfreien Tagen Logopädie und Atempysiotherapie zu Hause. danach ist sie meist so geschafft, dass sie erst mal schläft. Die freien Tage nutzen wir ebenfalls für Termine, in dieser Woche ist z.B. mal wieder eine Ultraschall-Kontrolle des Herzens dran.


– Kirche: das ist Judiths Chance zur Inklusion… Sie geht mehr oder weniger regelmäßig zum Kindergottesdienst, außerdem noch zur Kinderkirche. Das ist ein Angebot für Schulkinder. Judith ist einfach mit dabei, die Katecheten haben immer wieder gute Ideen sie mit einzubeziehen. Materialien werden für sie angepasst (z.B. einlaminierte Bilder, große Figuren,…) Hilfreich zur Kommunikation ist dabei der Step-by-Step.
– Rollisport: leider nicht ganz so regelmäßig geht Judith zur „Mobi-Gruppe“. das ist ein Sportangebot für Kinder und Jugendliche, die den Umgang mit ihrem Rollstuhl erlernen. Hier steht Spiel, Spaß und Integration im Vordergrund. Judith freut sich wie irre auf dieses Angebot. Etwas rückwärts fahren hat sie auch schon gelernt.

Neben regelmäßigen Terminen gibt es natürlich auch noch ein paar Alltagshighlights, die möchte ich Euch auch nicht vorenthalten:


– Schlafanzugtag. das bedeutet: das Schlafzeug bleibt an, es wird alles im Schlafanzug gemacht: essen, spielen und sogar rausgehen (da ziehen wir Judith eine bequeme Hose und eine Jacke über aber: psst, das darf keiner wissen, das ist unser Geheimnis, sagen wir immer ;-))
– Fahrradausflüge. Mit dem Fahrradanhänger sind wir im Sommer teilweise den ganzen Tag unterwegs.


– Besuch bekommen. Das ist immer spannend.
– Tagesausflug in die alte Heimat. Freunde treffen, in Erinnerungen schwelgen. Ein Träumchen.
– Post bekommen. Am liebsten Wackelpostkarten oder andere interessante Karten.


– Baden. Was braucht es mehr zum glücklich sein? eventuell noch einen Badeschwamm.
– ketogenes Essen aus dem Quetschbeutel essen. Und schon wird es viel lieber gegessen, hach, da sind wohl alle Kinder gleich 🙂
– Mittagsschlaf mit Mama und Papa im großen Bett. da kann man gleich viel besser schlafen.
– Unter einem Baum liegen. Und die Blätter beobachten.

– shoppen. Ja, unser Teeny hat Klamotten shoppen als neues Hobby entdeckt. Am liebsten bei New Yorker oder Desigual. Wenn schon, denn schon. Sie zeigt uns mit Blicken oder der Hand, welches Kleidungsstück ihr gefällt.

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