Blogparade: Warum hast du mit dem Bloggen angefangen?

Hier wurde genau diese Frage als Blogparade in die Welt geworfen. Auf Lydias Blog bin ich auf ihre Antwort gestossen und dachte mir: da mach ich mit!

Wenn Freunde, Bekannte oder Familie so unser Leben mit Judith betrachteten, war (und ist) ein häufiger Satz: „Anne, Du solltest ein Buch schreiben!“. Hierzu fehlte mir jedoch irgendwie ein Plan: Was sollte in so ein Buch rein? Wie lange ist ein Buch aktuell? Warum fiel immer wieder dieser Satz?

Zusammenfassend ließ es sich auf folgende Frage reduzieren:
Was ist an unserem Leben so interessant, das es veröffentlichenswert wäre!?

Hier fand ich viele Antworten, als ich unseren Alltag mit „besonderem Kind“ genau unter diesen Aspekt betrachtete. Ich entdeckte das Spezialwissen, das wir uns angeeignet hatten. Die „besonderes-Kind-Momente“. Dass das Spielzeug, das wir Judith so selbstverständlich anboten und anpassten auch für andere Menschen die mit diesen Themen befasst sind, interessant sein könnte. Wie die Kommunikation mit einem nicht-sprechende Kind gelingt. Meinen Wissensfundus zu Spezialthemen wie „Stoffwindeln für große Kinder“ oder „Müllvermeidung in der Pflege“. All solche Dinge.

Ich begann, mir andere Blogs genauer anzusehen: wie sind diese aufgebaut? Was lese ich selber gerne? Welcher Schreibstil spricht mich an?

Damals wie heute bewegte mich anderen Menschen zu zeigen, wie das Leben mit einem Kind mit komplexen Besonderheiten funktioniert. Nicht schönredend, nicht schlechtredend, sondern Erfahrungen aus der Praxis für die Praxis.

Eine Zielgruppe hatte ich vorab nicht, diese hat sich mit der Zeit entwickelt. Im Wesentlichen sind das „betroffene“ Eltern, Fachleute (s.u.) und teilweise auch Menschen, die über eine Suche auf meinem Blog gelandet sind. Ich muss immer noch schmunzelnd an den Tag denken, an dem anscheinend in einer Facebook-Kochgruppe auf meinen Bericht über den Mastikator verlinkt wurde- die Zugriffszahlen gingen durch die Decke.

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Diese Nachricht bekam ich mal von einer Freundin

Ein Freund half mir, eine eigene Seite bei wordpress einzurichen. Ziemlich unbeholfen startete ich.
In der ersten Zeit schrieb ich ziemlich ambitioniert alle zwei Tage einen Artikel. Dieses Tempo ließ sich jedoch nicht halten, irgendwann ging die Inspiration aus. Und auch wenn unser Leben ziemlich bewegt ist, soooo viel Schreibmaterial finde ich dann auch wieder nicht im Alltag. Also einigte ich mich mit mir auf einen Artikel pro Woche. Diese plane ich teilweise schon Wochen vor (Stichwort Kalenderfunktion!), andere (so wie diesen) schreibe ich spontan runter. Meist kann ich mein selbstgestecktes Ziel „ein Artikel pro Woche“ halten. Wenn aber mal die Ideen aus sind oder der Alltag alle Aufmerksamkeit fordert, ist es auch schon mal weniger. Auch das ist in Ordnung.

Mir macht das bloggen großen Spaß. es öffnet mir die Augen für unsere Alltagslösungen, eröffnet mir neue Kontakte/ Freundschaften, Inspirationen durch andere Blogs denen ich folge und:

vor allem freue ich mich, wenn als Rückmeldung ein großes „Danke, genau diese Information habe ich gesucht“ kommt.

 

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