Archiv der Kategorie: Do it yourself

DIY: Sensor-Binde

Der Sensor vom Überwachungs-Monitor (für die Sauerstoffsättigung und die Herzfrequenz) muss irgendwie am Kind befestigt werden. Die mitgelieferten Pflasterstreifen halten nicht lange, Klebebinden produzieren Müll und Judiths Haut reagiert darauf. Also nähte ich ihr selber Fixierungs-Binden:

Ihr braucht zum nähen:

„elastische (Sport-)Binde“ aus der Apotheke sowie einen flachen Schnürsenkel. Ich nähe die Binden so, dass sie zwei Mal um den Fuß/die Hand/ den Finger gewickelt werden können. Anstelle des Schnürsenkels könnte man auch eine Gummischlaufe oder die meist mitgelieferte „Kralle“ annähen.

Finger-Fühlbrett

Hier stellte ich bereits ein Fühlbrett für die ganze Hand vor. Inzwischen fühlt Judith gezielter, Erforschung mit dem Finger ist nach wie vor angesagt.

Aus diesem Kontext heraus entstand dieses Finger-Fühlbrett:

Ihr braucht:

  • Ein Holzbrett
  • Eine Schaumstoffmatte mit Löchern, gefunden als „Poolmatte“ bei Amazon / alternativ geht auch eine dickere Holzplatte, in die man Löcher bohrt
  • Jede Menge Fühlmaterialien:

Auf dieser Matte seht Ihr u. a. :

Teile eines Spülschwamms, Knöpfe, Sandpapier, Filzgleiter, Geschenkaufkleber, Stoffe, Lammfell, Legosteine, Klettband, Euro-Stück, …

So geht’s:

Lochplatte mit Heißkleber o. ä. auf der Holzplatte festkleben, Fühlmaterialien zuschneiden, einkleben.

Auf die Rückseite könne man noch Klettband/Antirutsch-Band machen, um das Brett auf dem Tisch gegen verrutschen zu schützen.

DIY: Lauflernwagen für ein Kindergartenkind

In meinem Kindergarten gibt es ein älteres Kind, das mit Unterstützung ziemlich gut selber mobil sein kann, irgendetwas zum festhalten ist aber wichtig. Zunächst hatte das Kind einen mini-Krippenkinder-Lauflernwagen. Der war jedoch zu klein.

Daher musste etwas größeres her; nur was? Ein Holz-Puppenwagen! Dieser sah recht ansprechend aus, aber auch hier war der Griff zu niedrig.

Also schraubten wir den Griff von einer auf die andere Seite und brachten ihn zusätzlich höher an, schwupps, die entscheidenden Zentimeter waren gewonnen.

Nächste Hürde war, dass der Wagen leer oft umfällt. Ungünstig, wenn sich das Kind darauf abstützen muss… Die Lösung war eine massive Holz-Platte (Küchenplatten-Rest aus dem Baumarkt), von beiden Seiten mit der flachen Seite des Wagens verschraubt, in die Mitte kam noch ein dünnerer Holz-Rest.

Nun gab es einen stabilen Wagen mit hohem Schiebegriff. Nun machten wir das ganze noch alltagstauglich- Stuhl-Filzgleiter wurden als Kantenschutz angebracht. Hier könnte man perspektivisch auch Möbel- Eckenschützer ankleben, aber mal schauen wie lange der Filz hält.

Die letzte (und schönste) Arbeit war, dass das Kind seinen Wagen selber anmalte!

Kleiderschutz nähen

Es war mal wieder notwendig, ein paar neue Kleiderschütze zu nähen. Wenn Ihr auch mal alte Pullover upcyceln wollt, empfehle ich:

  • Möglichst dicken Stoff (kann auch Strick sein) verwenden, ehemalige T-Shirts bekommen schnell Löcher
  • Untere Schutzschicht muss nicht bis unten reichen
  • Den Schutz zuzubinden geht schneller als knöpfen, daher verzichte ich auf Druckknöpfe
  • Kleiderschutz und aktuelles Oberteil aufeinander abstimmen, dann ist es am unauffälligsten:

Hier noch ein paar Bilder von der Herstellung; eine ausführliche Anleitung hatte ich hier schon mal aufgeschrieben.

Do-it-yourself-Gerätewagen

Wir wollten Beatmungsgerät, alle Beatmungsmasken, Cough-Assist, Inhalationsgerät und eine „Krankenhaus-Kiste“ (in der alle notwendigen Dinge für einen akuten Krankenhausaufenthalt drin sind wie Ersatzschläuche, ausreichend Pflegemittel, Rausfallschutz,…) auf einem Wagen unterbringen. Diesen Wagen möchte ich Euch zeigen, vielleicht ist er ja eine Inspiration für Euer Pflege-Zimmer.

Zunächst kaufte mein Mann alle Teile:

Dann wurden alle Holzteile mehrmals lackiert. Im Alltag wird der Wagen desöfteren abdesinfiziert, da muss das Holz einiges aushalten…

Dann wurde die Schublade montiert…

Am Ende wurde der Rest zusammen geschraubt…

… und im Kinderzimmer bestückt:

Damit auch die Stecker besser erreichbar sind und es etwas besser ausgeschlossen ist, dass Judith durch Erbrechen die Sicherung rausspringen lässt und die Steckdosenleiste keinen Schaden nimmt (alles schon vorgekommen…), hat mein Mann noch eine robuste Halterung für die Steckdosenleiste gebaut:

Gastbeitrag: Wackelmatte

Im kreativen Austausch mit meiner Freundin Maria (sie ist Ergotherapeutin) schickte sie mir dieses Bild:

Ein Bettbezug (am besten mit Reißverschluss), befüllt mit Luftballons. Maria und ihre Kinder nutzen ihn als Wackelmatte, als Kindergeburtstagsspaß, ihre beiden Mädchen spielten damit „Prinzessin auf der Erbse“ und „Klassenfahrt“. Ganz schön vielseitig, oder!?

Ich setze den Luftballon-Bettbezug in der Kita gerne beim Sportangebot ein: die Kinder können drüberkrabbeln, sich drauf legen, wenn der Bezug ordentlich Spannung hat, können sie auch super draufspringen oder sich darauf fallen lassen (dann unbedingt festhalten!). Noch mehr sensorischen Input gibt es, wenn man einen Ballon mit einem Glöckchen oder Reis oder so befüllt.

eigener Anfallskalender

Schnell stellte ich fest, dass die Epilepsie meines Kindes nicht mit den üblichen Anfalls-Kalendern kompatibel war. Mal wieder war basteln angesagt.
Falls auch euer Kind mehr Anfälle hat als Platz im üblichen Epilepsie-Kalender, könnt Ihr euch gerne diese Dokumentation ausdrucken oder auch anpassen.

Epilepsiekalender

Wir drucken sie auf Din A5 aus und haben eine kleine Klemm-Mappe mit allen wichtigen Infos zur Epilepsie: Ein vom Arzt unterschriebener und einlaminierter Notfallplan, der ketogene Ernährungsplan, alle alten Dokumentationsblätter, eine Legende (wichtig, damit jeder beim Pflegedienst gleichdokumentiert!) was welches zeichen bedeutet und noch einen angebundenen Kugelschreiber mit vier Farben. So haben wir alles kompakt zusammen und können individuell dokumentieren. Auch auf Änderungen bei der Epilepsie können wir schneller reagieren- sollte sich z.B. die Tageszeit, zu der sich Anfälle häufen ändern, passe ich einfach die Tabelle an.

Fühlkissen

Im letzten Beitrag stellte ich die Fühldose vor, diesmal eine etwas andere Variante, ein Fühlkissen. Das Prinzip ist ähnlich: von aussen fühlt man nur sehr wenig, wenn man den Finger ins Loch steckt, kann man ertasten was drin ist.

Ihr braucht:

  • Je zwei Stücke sehr festen Stoff, z. B. Leder oder Kunstleder
  • Je zwei kleinere Stücke dünnen Stoff
  • Füllmaterial, z. B. Murmeln, Sesam, Schrauben, Geldstücke, kl. Steinchen,…

Dann ordnet Ihr die Stoffstücke so an…

Und näht sie oben in der Mitte zusammen.

Dann…

legt Ihr die Stücke „auf links“ übereinander und näht nur den Bogen, nicht nochmal über die gerade Naht.

Dann…

…näht Ihr ringsherum, schneidet Ihr den überschüssigen Stoff ringsherum ab und krempelt das ganze um. Dann kommt unten eine Naht dran…

… eine kleine Lücke für einen Trichter lassen…

… Füllmaterial einfüllen, zunähen, fertig!

Fühlkissen

Im letzten Beitrag stellte ich die Fühldose vor, diesmal eine etwas andere Variante, ein Fühlkissen. Das Prinzip ist ähnlich: von aussen fühlt man nur sehr wenig, wenn man den Finger ins Loch steckt, kann man ertasten was drin ist.

Ihr braucht:

  • Je zwei Stücke sehr festen Stoff, z. B. Leder oder Kunstleder
  • Je zwei kleinere Stücke dünnen Stoff
  • Füllmaterial, z. B. Murmeln, Sesam, Schrauben, Geldstücke, kl. Steinchen,…

Dann ordnet Ihr die Stoffstücke so an…

Und näht sie oben in der Mitte zusammen.

Dann…

legt Ihr die Stücke „auf links“ übereinander und näht nur den Bogen, nicht nochmal über die gerade Naht.

Dann…

…näht Ihr ringsherum, schneidet Ihr den überschüssigen Stoff ringsherum ab und krempelt das ganze um. Dann kommt unten eine Naht dran…

… eine kleine Lücke für einen Trichter lassen…

… Füllmaterial einfüllen, zunähen, fertig!