Archiv der Kategorie: Gastbeitrag

Gastbeitrag: Lucies‘ Mundschutz

So sieht der fertige Mundschutz aus

Lucie kenne ich aus dem Kinderhospiz Leipzig. Auch sie hat ein krankes Kind und macht sich Gedanken, wie sie es schützen kann. In eine WhatsApp-Gruppe stellte sie ihre Variante eines selbstgenähten Mundschutzes; und sie war bereit, die Anleitung mit Euch zu teilen 🙂 Es gab dann noch einige Anregungen zum Filtermaterial das man verwenden könnte. Interessante Vorschläge waren dabei: ein auseinandergeschnittener Staubsaugerbeutel, Dunstabzugshaubenfilter,…

Bitte informiert Euch auf einschlägigen Seiten, welches Material für welche Zwecke geeignet ist…!

Vielen Dank Lucie für Deine Zuarbeit!

Schnittmuster
Dreimal ausschneiden
Ein Stück um ca 1-1,5cm an beiden Seiten kürzen
Bei allen Teilen die V-Ausschnitte von links zusammennähen.
Die gekürzten Seitenränder umschlagen und annähen.
Das ist dann die Innentasche für den Filter bzw. ein Taschentuch
Zwei Teile zusammenlegen, die rechte Seite kommt nach oben
Das dritte Stück darauf legen (rechts auf rechts)
Die drei zusammengelegten Teile in U-Form zusammen nähen, an der schmalen Seite offen lassen
Dann auf rechts ziehen
Ich mache oben an der Nase noch eine Naht zur Führung von dem Draht
An der Seite umlegen und so vernähen, dass eine Tasche für den Gummi entsteht. Gummi durch den Tunnel durchführen.
Verknoten
Sitzt auch ohne Draht super.

P.S.: hier gibt es noch weitere Anleitungen

P.P.S: dieser Blog ist kostenlos, auch die anderen Anleitungen stelle ich kostenfrei zur Verfügung. Wenn Ihr Euren Dank zum Ausdruck bringen wollt, könnt Ihr dem Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig eine kleine Spende mit dem Stichwort „Judith“ zukommen lassen.

Zeigt her Eure Pflegezimmer: Gastbeitrag von Yvonne

Heute stelle ich Euch die Ideen von Yvonne vor. Sie ist meinem Aufruf nach Gastbeiträgen gefolgt und hat Fotos und Beschreibungen ihrer Pflege-Organisation geschickt. Yvonne hat auch einen Blog und schreibt schwerpunktmäßig über selbsthergestellte Sondennahrung für ihre Tochter Katharina.

Nun zu ihrem Beitrag:

In der Küche haben wir dieses kleine Kastl für die vorbereitete Medizin, bzw. Spülspritzen tagsüber und ein Fach ist für Stöpsel, Adapter und leere, trockene Spritzen. Das Abtropfgitter obendrauf erklärt sich von allein. Leider ist es nicht mal möglich, das so den ganzen Tag zu nutzen, wie es hier ist, weil meistens eine Schublade irgendwo anders rumsteht oder sogar das Ablauftablett auf dem Herd steht (je nachdem wer Nachtdienst hatte). Also soviel zur „Ordnung“. In der Theorie wäre das aber ganz gut.

Im Küchenschrank stehen die offenen Dauermedis, die grade in Benutzung sind in dem niedrigen weißen Körbche, rechts daneben sind Bedarfsmedis, darüber leere Flaschen

Der Cough Assist und das Zubehör für die Inhalation und der Angelvac (in der Stoffwindel) sind zusammen mit trockenen Tüchern und meinem Zeug (unterste Etage) auf einem Wagen in der Küche, weil wir ihn am Esstisch nutzen, der direkt vor der Küche steht.

Im Wohnzimmer hat Katharina ihre Wohlfühloase, sowas wie ein Tagesbett (sponsored by AKM), dort ist vorgesehen, Wickelzeug unterbringen zu konnen am Fußende

Im Keller stehen die kleinen Spritzen in Originalkartons, Filter, große Sondierspritzen, Schlauchsysteme, Masken etc. sind in solchen Körben untergebracht.

Unsere Absaugkatheter sind ebenfalls sortiert im Keller

Im Kinderzimmer haben wir auf dem Regal oben Wattestäbchen, Wattepads, Waschlotion etc. stehen, Wickelzeug und Waschschüssel sind auf dem umfunktionierten Regal (Rollen hingebaut) von der ehemaligen Wickelkommode.

Die Nische zwischen Kleiderschrank und Fenster haben wir gefüllt mit diesem Regel, da ist beschriftet alles drin was Pflaster ist, Zeug für Pulsoxy, Nasenbrillen, Absauger, steriles Wasser

Pflegeprodukte, Urinbeutel etc. sind in der Kommode gegenüber vom Bett.

Auf dem Wagen steht im Winter der Luftbefeuchter und Wasser für die Schwestern. Der Ordner für den Pflegedienst und sämtliche Bedienungsanleitungen sind in der grauen Box verstaut. Kann als Tisch oder Fußablage genutzt werden.

Gastbeitrag: Organisation im Pflegezimmer

Neulich war Familie Suckert bei uns. Schnell kam das Gespräch auf die Pflegezimmer-Organisation: wenn ein Kind einen hohen Pflegeaufwand hat, muss man sich ein System schaffen um alles unter zu bekommen. Hier stellt Familie Suckert ihres vor:

Von Jenni Suckert

Der ganze Arbeitsplatz ist unser alter Wickeltisch.

Für die einzelnen Pflegebereiche hab ich Kisten und farbige Nierenschalen.

So ist z.B. grün für die Spritzen.

Rot für die Hörgeräte

Blau zum Darmspülen

Und pink für die Stoma/Sondenpflege. Sämtliches dauerhafte benötigtes Pflegezubehör ist kompakt verpackt in einer Ikea Box

Die Ikea Boxen sind eine großartige Sache. In einer weiteren haben wir die Dauermedis (ohne Verpackung) griffbereit

Da unsere Maus noch ziemlich klein und dünn ist, passen ihr noch die Babywindeln. Somit fand ich dieses Wickelkörbchen aus dem Drogeriemarkt ne tolle Sache.

Danke Jenni für diesen Einblick!

Fußorthesen

Judiths Muskeln sind ziemlich schlapp. Dadurch kann sie nicht laufen. Somit belastet sie ihre Füße nicht richtig und mit den Jahren deutete sich eine Fehlstellung an. Damit diese nicht schlimmer wird, muss sie korrigiert werden. Außerdem braucht ihr Fuß, wenn er z. B. beim passiven Stehen im Stehtrainer belastet wird, mehr Halt. Das alles sind gute Gründe für die „Standardausrüstung für Kinder mit Bewegungsstörung“: Fußorthesen. Diese trägt sie tagsüber, darüber kommen spezielle Orthesenschuhe.

Und wie kommt das Kind an Orthesen?

  1. Der Orthopäde sagt: das Kind braucht Orthesen und stellt ein Rezept aus
  2. Das Rezept geht ins Sanitätshaus. Dort wird eine Kostenkalkulation gemacht und alles wird an die Krankenkasse geschickt.
  3. Die prüft. Und prüft. Und prüft. Nein. Bei Fußorthesen moppert die Barmer nicht 😉 und ziemlich zeitnah wird uns in der Regel eine Bewilligung zugeschickt.
  4. Dann kommt der Orthopädietechniker und los geht’s:

Die Füße werden mit Folie eingewickelt und eingegipst.

Wenn der Gips trocken ist, wird er aufgeschnitten und abgemacht.

Dann geht es in die Werkstatt, die folgenden Fotos wurden von J. Schickert der Firma OrthoVital gemacht (herzlichen Dank!):

Diese Tagorthesen bestehen aus zwei Teilen:

Auf YouTube gibt es ein Video, in dem man so etwa erahnen kann, welche Schritte zur Herstellung notwendig sind:

Gastbeitrag: wiederverwendbare Quetschbeutel

von Jenni Suckert:

Für alle Quetschbeutelliebhaber…. eine wunderbare Erfindung zum Selbstbefüllen. Egal ob Obst oder Mittagessen, einfach befüllen und füttern.Und sollten die Kids es nicht selbst leeren können, so passen auch da die Spritzenadapter drauf 😀

Bezugsquelle: https://www.amazon.de/dp/B0742KFBLS/ref=cm_sw_r_wa_awdo_t1_tObZDb3VE61CE

Gastbeitrag: Spielmöglichkeiten

Vor längerem rief ich auf, Gastbeiträge einzureichen. Frau Thiesbonenkamp-Maag hat mir daraufhin einen Beitrag geschickt. Vielen herzlichen Dank!!
Ich kopiere den Inhalt der Mails 1:1 hier her:

ich lese sehr gerne Ihren Blog und habe auch schon gute Anregungen erhalten.

Sie hatten nach „Spieltipps“ gefragt.

Meine Tochter konnte lange Zeit nur liegen beziehungsweise im Therapiestuhl sitzen. Wir haben dann einen mobilen Kleiderständer gekauft und Spielsachen daran gehangen. Zudem hatten wir einen Haken an der Decke, von der ein Ball zum Kicken herunterhing. Im Sommer findet es sie toll, wenn wir Wasser in den Matschtisch füllen und sie vom Rollstuhl aus ihre Füße darin baden kann.

Für andere Kinder könnte ich mir vorstellen, dass sie beispielsweise Kissen, Schlüsselanhänger etc. mit Wendepailetten toll finden.

und dann:

Sehr geehrte Frau Hawranke,
herzlichen Dank für Ihre E-Mail. Fotos von meiner Tochter, die mit diesen Sachen spielt, habe ich nicht. Ich kann Ihnen aber Links zu Produkten schicken.
Mir ist noch etwas eingefallen. Als meine Tochter bereits sitzen konnte, aber beim Baden Unterstützung brauchte, haben wir uns so einen ähnlichen Stuhl gekauft: https://www.ikea.com/de/de/p/bunsoe-kindersessel-aussen-gelb-30431475/
Herzliche Grüße
Julia Thiesbonenkamp-Maag