Archiv für den Monat März 2016

UK: Lego Duplo Music Composer

Ein weitesgehend unbekanntes Spielzeug von Lego, das sich sehr gut auch zur Anbahnung der gezielten Tasteransteuerung eignet. Leider hat Judith daran (derzeit) wenig Interesse, sie ist grad glücklich mit ihrem MP3-Player.
Dennoch möchte ich Euch hier die Geräte vorstellen! Es gibt diverse Ausführungen, bei näheren Informationen zu weiteren Geräten empfehle ich eine Internetrecherche. Judith hat das Modell „3361“ sowie „3362“:
Lego Duplo music composer rotMusic Composer Duplo grün

 

SoundsteckerAllen Geräten gemein ist, dass sie über ein Steck-System funktionieren: Damit Musik gespielt werden kann, muss ein Soundstecker eingesteckt werden.

Diese Stecker gibt es mit vielen verschiedenen Geräuschen, z.B. Tierstimmen, Instrumente oder auch Alltagsgeräusche.

Die Stecker lassen sich sehr leicht reinstecken und rausziehen.

Wird der Stecker in die Mitte gesteckt, muss das Kind selber aktiv werden. Beim roten Music Composer kann über den Schieberegler ein Ton in unterschiedlichen Höhen erzeugt werden bzw. durch drücken des orangenen Knopfes ertönt der Ton in einer Tonlage.
Beim grünen Music Composer können die Töne über die vier Tasten am Rand abgerufen werden, gleichzeitig gedrückt ergeben sie übrigens einen Dur-Akkord, das ganze hat durchaus einen gewissen musikalischen Anspruch…

Weiterhin kann eine Melodie abgespielt werden, hierzu muss der Stecker links oben eingesteckt werden. Im Gerät sind vier Melodien voreingestellt, zur nächsten Melodie kommt man durch Drücken des kleinen weissen Knopfes. Dieser fängt übrigens bei Benutzung auch noch an zu leuchten 🙂
Erweiterungsmodul Music composerEs gibt ein „Sound-Erweiterungsmodul“, durch das noch viele weitere Melodien abgespielt werden können.
Sind zwei Stecker in das Gerät gesteckt, kann über die „Freispiel-Funktion“ die abgespielte Melodie noch mit weiteren Tönen bespielt werden. Interessanterweise passen sich die durch die bedienbaren Tasten ausgelösten Töne hierbei harmonisch sehr der Melodie an, es klingt also niemals wirklich schräg oder unpassend und mit wenig Aufwand bekommt das Kind ein musikalisch ansprechendes Ergebnis hin.

Ansicht von hinten Music Composer DuploAuf der Rückseite des Gerätes ist ein An/aus-Schalter zum Batterie sparen, hier kann jedoch auch die Lautstärke in zwei Stufen geregelt werden.

Das Batteriefach kann nur mit Schraubenzieher geöffnet werden.

Fazit: ein sehr robustes, vielseitiges „Spielzeug“, das durchaus UK-tauglich ist.

Ipad-App „TouchMe PuzzleClick“

Diese App eignet sich besonders zur Anbahnung von Tastenbedienung. Es ist nicht notwendig, ein gezieltes Feld zu treffen, es geht lediglich darum, den Bildschirm zu treffen. Wird der Bildschirm mehrmals (die Anzahl kann man selber einstellen) berührt, baut sich ein Bild auf. Ist das Bild fertig, bleibt es einen Moment stehen und es ertönt ein passendes Geräusch.
Einstellungen App Touch me puzzle clickDie Bilder sind eindeutige Photos vor weißem Hintergrund, die Töne haben eine angemessene Länge: nicht zu lang, nicht zu kurz.
Neben der Klick-Anzahl kann man über die Einstellungen bestimmen, wie sich das Bild aufbauen soll, ob durch

  • Pixel
  • Rechtecke oder
  • eine „Jalousie“

Für einen besseren Eindruck der Bilder anbei noch ein paar Einblicke in das Programm:

touch me puzzle click 2App touch me puzzle clicktouch me puzzle click 3Touch me puzzle click 4

Fisher-Price MP3-Player adaptieren

Fisher Price MP3 Player Kid ToughHier stellte ich bereits den MP3-Player von Fisher-Price vor. Jedoch kam er mir für Judith immer noch etwas reizüberflutend vor. Die gezielte Bedienung der Tasten fiel ihr auch schwer.

In diesem Beitrag zeige ich Euch, wie man:

  • das Mikrophon entfernt
  • alles etwas reizreduziert und
  • die Tasten besser bedienbar gestalten kann

Zum Mikrophon:
Zunächst schraubt Ihr den MP3-Player mit einem Phasenprüfer oder -falls zur Hand- mit einem passenden Dreikant- Schraubendreher auf. Die Kabel des Mikrophons enden auf der Platine, jetzt ist etwas rohe Gewalt gefordert. Wir haben es mittels etwas Kraft einfach abgerissen. Nun muss noch das Loch, das das Mikrophonkabel hinterlässt, verschlossen werden. Wir haben dazu einfach das Kabel an der Stelle, die zwischen „innen“ und „aussen“ ist, abgeschnitten und wieder eingesetzt:

Übergang Mikrokabel

 

Fisher price mp 3 player ohne Kabel

 

Bei der Mikrophon-Halterung sind wir ähnlich vorgegangen. Das überstehende mit einem Messer gekürzt und damit nun die glatte Seite aussen ist, eine Kerbe reingeschnitten, damit man das Teil umgedreht wieder einsetzen kann:

Mikrophonhalterung durchgeschnittenKerbe angeglichen

Reizreduktion:

Hier habe ich zunächst den Gang in unser überaus kompetentes Schreibwarengeschäft des Vertrauens angetreten und nach einer weißen Klebe-Folie gefragt. Tatsächlich gab es eine weiße bedruckbare Din A 4- Folie. Mit Butterbrotpapier habe ich die Umrisse des Bedienfeldes abgepaust und auf die weiße Folie übertragen, ausgeschnitten und aufgeklebt. Ebenso wurde noch das Logo abgeklebt (nicht im Bild).
Bedienfeld abgeklebtAls nächstes kamen die Lautsprecher dran. Die Lautstärke ist schon ziemlich… beeindruckend. Also recherchierte ich, wie diese gedrosselt werden könne. Man könnte einen Widerstand ins Kabel löten, das übersteigt jedoch unsere momentanen Möglichkeiten. Somit entschieden wir uns, Stoff vor die Lautsprecher zu legen. Wir experimentierten etwas mit verschiedenen Stoffen herum und entschieden uns für einen alten wasserdichten Molton-Matratzenbezug. Dieser wurde passend zugeschnitten und vor die Lautsprecheröffnung gelegt:

MP3-Player geöffnet

 

Zum Schluss kam noch die bessere Bedienbarkeit der Lautsprecher dran.
Puh, gar nicht so einfach, aber nach einigen Inspirationen aus der Facebook-Gruppe für unterstützte Kommunikation und von Judiths Lehrern bekam ich eine Idee:

Der Play-Knopf ist genau 2 cm groß, handelsübliche Flummis sind dies auch ;-), also wurde hier ein Flummi halbiert und mit Sekundenkleber aufgeklebt:

Flummi auf Play-KnopfBei den weiteren Tasten exprerimentierte ich zunächst mit Fimo, aber so richtig wollte es nicht gelingen. Nach einem Gang in den Kramladen um die Ecke (MäcGeiz ;-)) hatte ich die Lösung:

Moosgummi auf TastenDies waren ursprünglich Herz-Aufkleber, die ich passend zuschnitt (wieder Butterbrotpapier als Schablone). Nach einem ersten Praxis-Test durch Judith war hier Nachbesserung gefragt, also fixierte ich den Glitzer mit einer dicken Schicht Sekundenkleber.
Nun sind die Flächen zum einen brösel-sicher, zum anderen auch griffig genug.

Durch diese Anpassung ist nun jede Taste für sich gut erkennbar und Judith kann den Player gut selber bedienen!

img_2380Fertig!

DIY: Hölzerlegespiel

Hölzerlegespiel (3)Hölzerlegespiel (1) Hölzerlegespiel (2) Hölzerlegespiel (4)

Auch ein ideales Mitbring-Spiel, als Beschäftigung auf Reisen (oder im Krankenhaus :rol: ) oder auch einfach für zu Hause.

Ihr braucht:

  • Bunte oder einfarbige Holzspatel (Bastelladen oder Internet), gibt es in verschiedenen Breiten oder Längen
  • kleine runde Magnete, 8mm Durchmesser
  • Heißklebepistole

So geht’s:

Auf einem Backpapier legt Ihr in ausreichendem Abstand die Magnete aus, immer mit der gleichen Polung nach oben. Dann nehmt Ihr einen Holzspatel und macht aufs Ende einen Klecks Heißkleber und drückt den Spatel dann direkt auf einen der ausgelegten Magnete, lasst das ganze trocknen. Ich habe immer auf beide Enden einen Magneten gemacht sowie teilweise zusätzlich noch in die Mitte. Die Ausrichtung wird nicht sonderlich genau, da man nicht sehen kann wo der Magnet landet, das ist für den Spielspaß aber auch nur nebensächlich.

Variante:

Im Internet habe ich das Spiel auch mit Klett-Verbindungen entdeckt. Allerdings habe ich es nicht ausprobiert da ich befürchtete, dass sich das Klett bei intensivem Bespielen lösen könnte. Natürlich könnte man auch einfach so Figuren aus den bunten Hölzern legen, ohne Magnete, wobei das zusammenklicken schon einen zusätzlichen Spielreiz ausübt.
Weiterhin könnte man Karten mit verschiedenen Vorlagen laminieren, so dass das Kind Inspirationen erhält oder Figuren nachbauen muss.

UK-tauglicher MP3-Player

Fisher Price MP3 Player Kid ToughNachdem Judith herausgefunden hat mit welchem Knopf sie auf der Fernbedienung den CD-Player startet (dabei aber oft auch Radiosender verstellt hat oder andere, nicht mehr nachvollziehbare Einstellungen geändert hat 🙄 ) war klar: nach dem BigMack muss nun irgendetwas neues kommen.

Also ging die Suche nach einem vandalismussicheren, leicht bedienbaren MP3-Player los. Judith sollte die Möglichkeit erhalten, selbstbestimmt ihre eigene Musik zu hören.

In der Facebook-UK-Gruppe schließlich bekam ich den entscheidenden Tipp: den MP3-Player von Fisher-Price „Kid Tough“. Leider gibt es diesen nicht mehr im Handel, aber auf einschlägigen Flohmarkt-Börsen, z.B. ebay Kleinanzeigen wird man durchaus fündig. Dieser MP3-Player ist für Judith ideal, die Vorteile:

  • Vandalismussicher, also Stoßresistent und robust verarbeitet
  • sehr übersichtliche und leichte Bedienung. Auf der Vorderseite ist wirklich nur das nötigste: Start/Pause, Vor und Zurück. Das wichtigste eben. An der Seite gibt es noch einen „Aus“-Knopf (wobei sich das Gerät nach einiger Zeit Nichtbenutzung auch von selbst ausschaltet und über den Start-Knopf wieder aktiviert werden kann) sowie die Lautsprechertasten und einen Kopfhöreranschluss.

Die Tonqualität ist recht gut, die Lautstärke jedoch selbst auf niedrigster Stufe durchaus beeindruckend, so dass wir hier etwas gedrosselt haben, dazu in einem späteren Beitrag mehr. Weiterhin ist der Player mit einem Mikrofon zum mitsingen ausgestattet, das haben wir jedoch auch gekappt.
Auf den Player passen laut Beschreibung bis zu vier Stunden Musik (256 mb), ich habe die Lieder aus iTunes rüber gezogen und bei 12 Liedern ist der Speicher dann auch schon mal voll. Aber mehr braucht Judith ja derzeit auch nicht.

Zur Liedauswahl: zunächst mussten natürlich ihre Lieblingslieder drauf und da beweist die kleine Dame schon mal einen ausgewählten Geschmack: Sportfreunde Stiller, P!nk und zu meiner großen Freude auch die Prinzen. Ergänzt habe ich das Repertoire durch kurze (!) Kinderlieder und Lieder von denen ich denke, dass sie ihr gefallen könnten (und das tun sie auch 🙂 ). Wichtig war nur, dass die Lieder eben nicht allzu lang sind und dass sie direkt anfangen und nicht ein einige Sekunden langes leises Intro haben. Damit Judiths Aufmerksamkeit immer wieder auf die Lieder gelenkt wird, habe ich diese vom Stil her ordentlich gemixt: auf ein ruhiges Lied folgt ein schnelles, auf ein schnelles ein langsames, dann ein Popsong, direkt danach ein Kinderlied,…

Man kann die Liedtitel beim speichern umbenennen (also z.B. „das Lied, das Oma gerne singt“), das wird auch gespeichert und ist am PC sichtbar, erscheint allerdings nicht im Display, naja, ist ja auch nicht so wild.

Das Lieder- aufspielen ist total einfach: der Player wird über ein USB-Kabel mit dem PC verbunden und als Laufwerk erkannt.
Hier gibt’s übrigens noch die Bedienungsanleitung. Und demnächst berichte ich, wie wir den Player noch angepasst haben (Reizreduktion, Mikro entfernt, Tasten tastbarer).

 

Überblick über Medikamente

Da nicht nur wir die Medikamente geben sondern auch der Pflegedienst sowie bei Bedarf auch die Pflegekräfte im Krankenhaus und Hospiz, war es uns wichtig, ein irgendwie übersichtliches System zu schaffen. Natürlich gibt es einen Medikamentenplan, der für alle verbindlich ist. Jedoch ist es immer wieder vorgekommen, dass Medikamente verkehrt, gar nicht oder doppelt gegeben wurden, zum Beispiel weil es in der Dokumentation nicht abgezeichnet war, die Schwester unaufmerksam war, es einfach vergessen wurde oder weil in der Eile die Menge nicht richtig erfasst wird… (Ihr wundert Euch!? Ich nicht, ist leider alles schon passiert, auch uns… :-/ )

Somit brauchten wir ein System das hilft, Fehler weiter zu minimieren. Ziel war, immer für eine Woche alle Medikamente vorgepackt zu haben, so dass wir z.B. bei ungeplantem Krankenhausaufenthalt einfach nur die Kiste mit den einzelnen Medikamenten-Boxen greifen müssen und die Station in Ruhe Zeit hat, sich mit Judiths Medikamenten vertraut zu machen und Nachschub zu bestellen (sie hat auch Medis, die extra hergestellt werden müssen, das dauert ein paar Tage…).

Und so sieht’s aus:

fertig gepackte medikisteDie Boxen entsprechen in etwa den Metacom-Wochentags-Farben, außerdem ist der Name des jeweiligen Tages auf jeder einzelnen Box an der Seite mit Beschriftungsband vermerkt.

Auf der geschlossenen Box ist ein Aufkleber, auf dem steht, was zur Vollständigkeit noch mit dazu gehört, z.B. der Spacer zum inhalieren oder auch Medikamente in Flaschen.

Auf der Box- Innenseite sind noch mal Erklärungen zu einzelnen Medikamenten, z.B. Dosierungshinweise oder was im Zusammenhang mit dem Medikament zu beachten ist, …

Medikamente sortierenHier seht Ihr mal die Medikamentenzettelchen bevor sie in die einzelnen Boxen sortiert wurden…

Diese Zettelchen sind für Medikamente, die aufgrund ihrer Größe/ Darreichungsform nicht in die kleinen Abteilungen der Box passen. Damit diese Medikamente aber eben mit berücksichtigt werden, gibt es einen kleinen Zettel, der, nachdem das Medikament gegeben wurde, in das „erledigt“- Fach kommt. Auf dem Zettelchen steht zum einen die Menge und bei Bedarf noch Hinweise zum Verabreichen. Die Zettel sind auf beiden Seiten beschriftet und wurden einlaminiert. Das war mal eine Arbeit für einen ganzen Abend, aber es hat sich definitiv gelohnt!

MedikamentenboxHier seht Ihr noch mal eine einzelne Box. Diese gibt es in der Apotheke zu kaufen, sie heißen „Anabox“ und sind eigentlich für eine ganze Woche gedacht :rol:  😆
Im ersten Fach sind Medikamente, die im Laufe des Tages gegeben werden wenn es zeitlich passt, in unserem Fall betrifft das das Inhalieren und das anschließende Schleimlösen mit dem Hustenassistenten. Das ist eine Aktion, die mit Vor- und Nachbereiten schon mal 20 Minuten dauern kann und eingeschoben wird, wenn es gerade im Tagesablauf passt. Wenn das erledigt wurde, kommt das Zettelchen in das Fach mit dem grünen Aufkleber. Die anderen Fächer sind nach Tageszeiten eingeteilt, wobei Judith die Medikamente nicht nach einer bestimmten Uhrzeit sondern zu ihren Mahlzeiten erhält. Somit steht auf dem ersten Fach „direkt nach dem Aufwachen“ und es wird vermieden, dass sie von neuen Pflegekräften morgens um sechs geweckt wird, weil das Medikament um sechs in der Kurve steht weil da eben irgendeine Uhrzeit stehen muss…  Ebenso gibt es Medikamente die zu Beginn und andere, die zu Ende des Abendessens gegeben werden müssen, ab sofort ist auch das sofort ersichtlich.