Archiv der Kategorie: weniger Müll!

Upcycling: DIY- waschbarer Schutzkittel

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Schwester Johanna vom Pflegedienst steht immer Modell, danke! 🙂

Nachdem zuerst die Mundschutze in den Apotheken knapp wurden, geht es nun mit den Schutzkitteln weiter… Hier könnte sich mittelfristig ein Engpass abzeichnen.
Grund genug, mich mal wieder an die Nähmaschine zu setzen (und auch mal was anderes als Mundschutze zu nähen) :

Hier ist die Skizze. Ihr dürft sie Euch ausdrücklich mit Rechtsklick speichern und mit Verweis auf diesen Blog gerne weiter verbreiten- und vielleicht dem Kinderhospiz einen kleinen Obulus als Dankeschön spenden!Schutzkittel das bewegte Leben wordpress

Ihr braucht:

  • alten Bettbezug (für’s erste Mal ist einer mit Linienmuster optimal!)
  • Paar Socken (Kindersocken oder Sportsocken, irgendwelche, die sich gut als Bündchen eignen)
  • zum zumachen entweder ein paar Schnürsenkel/ Bindeband oder Druckknöpfe

ACHTUNG: mir ist in der Skizze ein Fehler unterlaufen!
D könnt Ihr nach Belieben anschrägen, 12 cm sind zu wenig. Schaut einfach, wie viel gut wäre.

so gehts:

  1. Kittelteil einmal, Ärmel zwei mal aufzeichnen und mit Nahtzugabe ausschneiden. Auf den cm kommt es nicht an, aber so grob in etwa sollten die Maße hinkommen
  2. Ärmel: An Kante A zusammenlegen, an langer Seite auf links zusammen nähen, B und C bleiben offen!
  3. Sockenbund bis zur Hacke abschneiden
  4. mit Zickzack-Stick rundum an Kante B nähen, fertig ist das Ärmelbündchen
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  5. das Bündchen ist schon zur Hälfte angenäht
  6. Kittelteil: die Kanten D, E und F umnähen
  7. je die Kanten G und H auf links zusammen nähen
  8. Halsausschnitt (J) umnähen (wer begabt ist, kann ihn natürlich auch rund nähen!) img_8217
  9. Ärmel annähen: C auf i, die gerade Kante A nach oben ausrichten. Oben anfangen zu nähen. Sollte es von der Länge nicht ganz passen, unter der Achsel raffen bzw. Ausschnitt i noch größer schneiden img_8218
  10. Befestigung/ Verschluss anbringen: Entweder Druckknöpfe anbringen oder Bänder annähen. Der Schutzkittel entspricht einer großzügigen Größe L, das heißt, Ihr könntet durch Platzierung der unteren Bänder/Druckknöpfe noch eine Weitenregulierung einarbeiten.
  11. FERTIG!

P.S.: hier geht es zu den verschiedenen Mundschutz- Anleitungen

P.P.S: dieser Blog ist kostenlos, auch die anderen Anleitungen stelle ich kostenfrei zur Verfügung. Wenn Ihr Euren Dank zum Ausdruck bringen wollt, könnt Ihr dem Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig eine kleine Spende mit dem Stichwort „Judith sagt danke“ zukommen lassen.

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Das hier war mein erster Versuch, allerdings habe ichden Halsausschnitt noch nicht gut gelöst und die Maße total vermasselt und der Kittel ist eine Größe S geworden. Sieht aber trotzdem tragbar aus und: Übung macht den Meister!

Wende-Mundschutz

Ich habe noch etwas weiter herumexperimentiert… heraus kam dieser Mundschutz, den man je nach Geschmack wenden kann. Er liegt NICHT auf Mund oder Nase auf, drückt also nicht. Seitlich befindet sich ein Einschub, Ihr könnt zur Unterstützung noch etwas einschieben. Zur „Befestigung“ im Gesicht gibt es drei Varianten. Das PDF darf gerne unter Verweis auf diesen Blog weiter verbreitet werden.

Wendemundschutz das bewegte Leben < auf Din A4 ausdrucken

P.S.: hier gibt es noch weitere Anleitungen

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Übersicht: Beiträge zum Thema Mundschutz/ Community-Masken

Auf diesem Blog befinden sich nun einige Beiträge zum Thema Mundschutz. Zur besseren Orientierung hier eine Übersicht:

👆 Das hier war der allererste selbstgenähte Mundschutz.

Es folgte ein Gastbeitrag von Lucie 👇

Mit Lucies‘ Schnittmuster erstellte ich auch eine Variante 👇

Hier gibt es noch eine Anleitung für einen Mundschutz, der nicht auf der Nase drückt 👇

Nun ist es hoffentlich etwas übersichtlicher und Ihr habt eine kleine Auswahl.

Wie schon erwähnt: wir nutzen einem Mundschutz für Pflegemaßnahmen wie das Dauerkatheter-Legen. Wenn Ihr Euch weitergehend informieren möchtet, empfehle ich diesen Artikel.

P.S: dieser Blog ist kostenlos, auch die anderen Anleitungen stelle ich kostenfrei zur Verfügung. Wenn Ihr Euren Dank zum Ausdruck bringen wollt, könnt Ihr dem Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig eine kleine Spende mit dem Stichwort „Judith“ zukommen lassen.

Gastbeitrag: Lucies‘ Mundschutz

So sieht der fertige Mundschutz aus

Lucie kenne ich aus dem Kinderhospiz Leipzig. Auch sie hat ein krankes Kind und macht sich Gedanken, wie sie es schützen kann. In eine WhatsApp-Gruppe stellte sie ihre Variante eines selbstgenähten Mundschutzes; und sie war bereit, die Anleitung mit Euch zu teilen 🙂 Es gab dann noch einige Anregungen zum Filtermaterial das man verwenden könnte. Interessante Vorschläge waren dabei: ein auseinandergeschnittener Staubsaugerbeutel, Dunstabzugshaubenfilter,…

Bitte informiert Euch auf einschlägigen Seiten, welches Material für welche Zwecke geeignet ist…!

Vielen Dank Lucie für Deine Zuarbeit!

Schnittmuster
Dreimal ausschneiden
Ein Stück um ca 1-1,5cm an beiden Seiten kürzen
Bei allen Teilen die V-Ausschnitte von links zusammennähen.
Die gekürzten Seitenränder umschlagen und annähen.
Das ist dann die Innentasche für den Filter bzw. ein Taschentuch
Zwei Teile zusammenlegen, die rechte Seite kommt nach oben
Das dritte Stück darauf legen (rechts auf rechts)
Die drei zusammengelegten Teile in U-Form zusammen nähen, an der schmalen Seite offen lassen
Dann auf rechts ziehen
Ich mache oben an der Nase noch eine Naht zur Führung von dem Draht
An der Seite umlegen und so vernähen, dass eine Tasche für den Gummi entsteht. Gummi durch den Tunnel durchführen.
Verknoten
Sitzt auch ohne Draht super.

P.S.: hier gibt es noch weitere Anleitungen

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Gastbeitrag: wiederverwendbare Quetschbeutel

von Jenni Suckert:

Für alle Quetschbeutelliebhaber…. eine wunderbare Erfindung zum Selbstbefüllen. Egal ob Obst oder Mittagessen, einfach befüllen und füttern.Und sollten die Kids es nicht selbst leeren können, so passen auch da die Spritzenadapter drauf 😀

Bezugsquelle: https://www.amazon.de/dp/B0742KFBLS/ref=cm_sw_r_wa_awdo_t1_tObZDb3VE61CE

DIY: Sensor-Binde

Der Sensor vom Überwachungs-Monitor (für die Sauerstoffsättigung und die Herzfrequenz) muss irgendwie am Kind befestigt werden. Die mitgelieferten Pflasterstreifen halten nicht lange, Klebebinden produzieren Müll und Judiths Haut reagiert darauf. Also nähte ich ihr selber Fixierungs-Binden:

Ihr braucht zum nähen:

„elastische (Sport-)Binde“ aus der Apotheke sowie einen flachen Schnürsenkel. Ich nähe die Binden so, dass sie zwei Mal um den Fuß/die Hand/ den Finger gewickelt werden können. Anstelle des Schnürsenkels könnte man auch eine Gummischlaufe oder die meist mitgelieferte „Kralle“ annähen.

Weniger Müll: waschbare Schutzkittel

Bei manchen Pflegemaßnahmen bzw. bei entsprechender Keimlage kommen hier im Pflege-Zimmer auch schon mal Schutzkittel zum Einsatz. Bisher hatten wir Wegwerfkittel- diese verursachen ein großes Müllvolumen. Schlecht für unsere Müllkapazitäten im Mehrfamilienhaus.

Lösung: waschbare Schutzkittel! Diese vermeiden nicht nur Müll, sie sind auch deutlich angenehmer zu tragen. Nach Benutzung können Sie bei bis zu 95 Grad gewaschen werden.Gefunden habe ich sie bei https://careline-shop.de/Produkte/Pflegebedarf/Schutzkittel/Schutzkittel-Farbe-Gelb-mit-Strickbuendchen.html .

Allerdings können dort nur Pflegeeinrichtungen bestellen und für den verzweifelten Privathaushalt machen sie auch keine Ausnahme… Daher bin ich den Weg über unsere örtliche Apotheke gegangen. Die dürfen wiederum dort bestellen…

Leider kann man die Kittel nicht über die Pflegehilfsmittelpauschale abrechnen. Naja, es ist dafür eine einmalige Investition.

Für unsere Zwecke ist es genau die passende Lösung!

Müll vermeiden: wiederverwendbarer Inhalieraufsatz

Für den Aerobeb gibt es verschiedene Inhalieraufsätze. Zunächst nutzten wir den Wegwerfaufsatz: nach maximal einem Monat muss er ersetzt werden. Heißt: alle vier Wochen einen neuen bestellen, auf das Paket warten, auspacken, nach vier Wochen das Ganze wieder. Teilweise auch eher, wenn er vorher kaputt ging.

Dann erfuhr ich, dass es einen wiederverwendbaren Aufsatz gibt. Dieser kann vaporisiert oder ausgekocht werden und dann zwei Jahre genutzt werden. Nach nur wenigen Monaten ist das übrigens auch für die Krankenkasse kostengünstiger (war schwierig das zu vermitteln, denn erst mal sahen sie nur die kurzfristigen Kosten…).

Fazit: weniger Müll, weniger Aufwand, mehr Unabhängigkeit vom Versorger!

Mundschutz selber nähen

Wow. Dieser Beitrag, den ich vor zwei Jahren veröffentlicht habe, trendet grad extrem. Wir nutzen den selbstgenähten Mundschutz z. B. zum Katheter-Legen: so wird vermieden, dass kleine Spucke-Tropfen auf das sterile Material gelangen. Dafür ist er geeignet. Nicht so gut geeignet ist er für das aktuelle Corona-Virus, siehe z. B. https://www.br.de/radio/bayern1/mundschutz-100.html

https://kinderdok.blog/2020/03/21/mein-corona-senf-iii

Aber zum Schutz anderer ist er besser als nichts. Bitte informiert Euch gut, ob der Mundschutz für Eure Zwecke geeignet ist!

Aber wenn grad eh so viele hier lesen: schaut Euch doch mal weiter um hier! In unserem Leben ist ein Mundschutz immer wichtig, im Kinderzimmer hat der einen festen Platt in der Schublade. Ich lade Euch ein, etwas auf diesem Blog zu stöbern und mehr darüber zu erfahren wie es sich so lebt mit einem Kind das chronisch krank ist und eine Komplexe Behinderung hat. Und erzählt gerne weiter von diesem Blog!

Nun aber zur Anleitung:

Dies ist der Auftakt einer neuen Kategorien-Serie, die in losen Abständen erscheinen wird. Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus und die Kapazitäten der Mülltonnen sind sehr beschränkt. So begann ich, über Alternativen zu all den Wegwerf-Pflegeprodukten nachzudenken.

Angenehmer Effekt von Mehrweg-Pflege-Dingen ist, dass sie hochwertiger sind. Damit einher geht oft auch ein höherer Tragekomfort (Stichwort Stoff-Schutzkittel statt Plastik-Schutzkittel). Diesen Gedanken weitergedacht entstand die Idee, Mundschutze selber zu nähen, so begann das Projekt…

Ziel ist, dass jede/r Pflegende seinen personalisierten Mundschutz hat, wiederverwendbar, bei 90 Grad waschbar und vor allem: angenehm zu tragen. Ich fand den „Körpertex-Stoff„, der zum nähen von Mundschützen geeignet ist.

Als Vorlage diente ein Einmal-Mundschutz. Auseinandergeschnitten kann man den Faltenabstand gut erkennen und nachbügeln.

Neben dem Stoff benötigt man noch 2mm-Gummikordel (oder Hosengummiband) und dann kann es auch schon losgehen!

1. Stoff grob zuschneiden und auf heißester Stufe bügeln:

2. Seitenränder umnähen, dabei die Gummibänder (es gehen natürlich auch flache weisse Gummibänder, die halten langfristig eine 90 Grad-Wäsche aus) einarbeiten. Ich empfehle, erst mal nur die oberen Gummis anzunähen, den Mundschutz einmal probe-anzulegen und den individuellen Abstand festzulegen. Dann mit einer extra-Naht die unteren Gummibänder annähen:

3. unten beim umnähen ein individuelles Muster einsticken:

4. Für mehr Tragekomfort einen Draht an beiden Enden umbiegen und verdrehen, oben einnähen.

Fertig!

P.S.: hier gibt es noch weitere Anleitungen

P.P.S: dieser Blog ist kostenlos, auch die anderen Anleitungen stelle ich kostenfrei zur Verfügung. Wenn Ihr Euren Dank zum Ausdruck bringen wollt, könnt Ihr dem Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig eine kleine Spende mit dem Stichwort „Judith“ zukommen lassen.