Archiv der Kategorie: praktische Alltagshelfer

Fahrbares Untergestell für Leckey Badeliege

Manche von Euch haben vielleicht schon gelesen, dass wir gerne unterwegs baden. Nun hat Judith mittlerweile ein Gewicht, das es nicht mehr zulässt, sie häufig ohne Lifter umzupositionieren. Die Badeliege kann sowohl in Sitzposition als auch in Liegeposition gebracht werden. Wir suchten also eine Möglichkeit, die Badeliege, ein Modell von Leckey/ Vida zu rollen.

Ein Besuch im Baumarkt und kreatives Rumspinnen brachte die Lösung!

Als Grundmodell kam ein „Transportroller für Euroboxen“ zum Einsatz. Auf diesen passt die Badeliege genau drauf.

Da die Badeliege mit Kind darauf etwas Gewicht mitbringt, musste sie mit Hilfe von Winkelblechen verstärkt werden. Dabei wurde mit Unterlegscheiben ein Abstandshalter gebastelt, so kann das Wasser abfliessen.

Damit die Badeliege nicht unbeabsichtigt raus rutscht, ist an den Längsseiten eine Sicherung:

In diese kann das Rohr der Liege eingeklemmt werden:

Ein herzliches Dankeschön an meinen Mann, der das auf so kreative Weise umgesetzt hat!

Mundschutz à la Lucie

Hier stellte ich Euch Lucies‘ selbstgenähten Mundschutz vor. Ich hatte von ihr zunächst nur das Schnittmuster und habe selber etwas experimentiert.

Meine Variante ist zweilagig und sieht nicht ganz so professionell aus, um es mal vorsichtig auszudrücken😂💁‍♀️. Aber er erfüllt seinen Zweck (informiert Euch bitte auf einschlägigen Seiten, welches Material für welche Zwecke geeignet ist). Auch dieser Mundschutz hat einen Einschub, in den zusätzliches Material eingelegt werden könnte, z. B.: Taschentuch, Küchenpapier, auseinandergeschnittener Staubsaugerbeutel, Filter von der Dunstabzugshaube,…

Ihr könntet auch noch eine Führung für einen Nasendraht einnähen.

Als Stoff habe ich Molton genommen, der ist etwas dichter und franst nicht aus.

Herausgekommen ist dieser Wende-Mundschutz mit seitlichem Einschub
Schnittmuster aufmalen, Ränder mit ca. 1 cm Zugabe zwei mal ausschneiden
Beide Teile je mittig falten, den V-Ausschnitt zusammen nähen und abschneiden.
Wer die Kante etwas abpolstern möchte, könnte alternativ den V-Ausschnitt aufschneiden und aufklappen
Beide Teile links auf links aufeinander legen (so dass die Muster aussen sind), je oben am Ende ein Gummiband einlegen und mit annähen
So sieht das dann aus. Dann das Gummiband provisorisch festklammern und den individuellen Abstand herausfinden!
Nun kann der Mundschutz auch unten zusammen genäht werden. Dann die Ränder sauber schneiden, gerne noch umzackeln damit nach dem Waschen nichts ausfranst
Fertig! Der Mundschutz könnte von beiden Seiten getragen werden.

P.S.: hier gibt es noch weitere Anleitungen

P.P.S: dieser Blog ist kostenlos, auch die anderen Anleitungen stelle ich kostenfrei zur Verfügung. Wenn Ihr Euren Dank zum Ausdruck bringen wollt, könnt Ihr dem Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig eine kleine Spende mit dem Stichwort „Judith“ zukommen lassen.

Gastbeitrag: Lucies‘ Mundschutz

So sieht der fertige Mundschutz aus

Lucie kenne ich aus dem Kinderhospiz Leipzig. Auch sie hat ein krankes Kind und macht sich Gedanken, wie sie es schützen kann. In eine WhatsApp-Gruppe stellte sie ihre Variante eines selbstgenähten Mundschutzes; und sie war bereit, die Anleitung mit Euch zu teilen 🙂 Es gab dann noch einige Anregungen zum Filtermaterial das man verwenden könnte. Interessante Vorschläge waren dabei: ein auseinandergeschnittener Staubsaugerbeutel, Dunstabzugshaubenfilter,…

Bitte informiert Euch auf einschlägigen Seiten, welches Material für welche Zwecke geeignet ist…!

Vielen Dank Lucie für Deine Zuarbeit!

Schnittmuster
Dreimal ausschneiden
Ein Stück um ca 1-1,5cm an beiden Seiten kürzen
Bei allen Teilen die V-Ausschnitte von links zusammennähen.
Die gekürzten Seitenränder umschlagen und annähen.
Das ist dann die Innentasche für den Filter bzw. ein Taschentuch
Zwei Teile zusammenlegen, die rechte Seite kommt nach oben
Das dritte Stück darauf legen (rechts auf rechts)
Die drei zusammengelegten Teile in U-Form zusammen nähen, an der schmalen Seite offen lassen
Dann auf rechts ziehen
Ich mache oben an der Nase noch eine Naht zur Führung von dem Draht
An der Seite umlegen und so vernähen, dass eine Tasche für den Gummi entsteht. Gummi durch den Tunnel durchführen.
Verknoten
Sitzt auch ohne Draht super.

P.S.: hier gibt es noch weitere Anleitungen

P.P.S: dieser Blog ist kostenlos, auch die anderen Anleitungen stelle ich kostenfrei zur Verfügung. Wenn Ihr Euren Dank zum Ausdruck bringen wollt, könnt Ihr dem Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig eine kleine Spende mit dem Stichwort „Judith“ zukommen lassen.

Low- Budget- Handschuh-Halterung

Eher mal aus der Not heraus ist diese einfache, aber sehr effektive Handschuh-Halterung entstanden. Und was soll ich sagen… die hält schon seit Jahren!

Ihr braucht:

  • Zwei Kabelbinder
  • Zwei gleich große etwas stabilere Gummibänder
  • Ein Gitter/eine Strebe/die Möglichkeit die Kabelbinder anzubringen

Auf den Fotos seht Ihr den Aufbau:

Gastbeitrag: wiederverwendbare Quetschbeutel

von Jenni Suckert:

Für alle Quetschbeutelliebhaber…. eine wunderbare Erfindung zum Selbstbefüllen. Egal ob Obst oder Mittagessen, einfach befüllen und füttern.Und sollten die Kids es nicht selbst leeren können, so passen auch da die Spritzenadapter drauf 😀

Bezugsquelle: https://www.amazon.de/dp/B0742KFBLS/ref=cm_sw_r_wa_awdo_t1_tObZDb3VE61CE

Stauraum am Rollstuhl Teil 3

Teil 1 und Teil 2 sind schon älter und Judith hat wachstumsbedingt einen neuen Rollstuhl Auch mit diesem muss einiges Gepäck mitgenommen werden. Hier bot sich eine Querstange an der Sitzschale an: an dieser montierte ich einen Klickfix-Halter (kennt Ihr sicher vom Fahrrad) und daran kann ein Fahrradkorb gehangen werden.

Damit der Korb größere Lasten tragen kann, ist er zusätzlich mit einem Band gehalten (Gurtband mit Druckknöpfen):

Sugru-Klebeknete: ein super praktischer Alltagshelfer

Über den Newsletter von Raul Krauthausen bin ich auf einen praktischen Alltagshelfer aufmerksam geworden: Sugru Klebeknete. Die Knetmasse ist, wenn sie nach einer halben Stunde beginnt fest zu werden, etwas elastisch, stabil, wasserfest und hitzebeständig (und hat noch mehr tolle Eigenschaften, schaut Euch mal die Seite an). Ich habe mir also eine Packung gekauft, legte los und bin restlos begeistert, hier ein paar Einblicke:

  • Wir kochen für Judith Tee, die Flaschen sind dann so heiss, dass wir sie nicht anfassen können. Mit Sugru geht das jetzt:
  • Die Ecken des Fußbrettes des Therapiestuhls machen fiese Krater in die Wände wenn man mal gegenfährt. Diese konnte ich jetzt abpolstern (ok, macht etwas farbige Streifen wenn man kräftig gegen die Wand fährt, aber zumindest keine Löcher mehr ;-)):
  • Wenn der Überwachungsmonitor nachts piebt, hat man manchmal Schwierigkeiten, die Knöpfe zu erfühlen, deshalb habe ich sie texturiert:
  • Das Kabel vom Überwachungsmonitor war an einigen Stellen schon beschädigt, mit Sugru habe ich es isoliert:
  • Die Fernbedienung für den Lichtschlauch am Bett (für etwas Gemütlichkeit) fiel oft runter und dann musste ich alle Einzelteile wieder zusammen setzen. Nun habe ich die Ecken gepolstert und hier ebenfalls die Tasten ertastbar gemacht:

Es gibt noch viel mehr Einsatzmöglichkeiten, viel Spaß beim ausprobieren!

Tasche für Medikamentenspritzen

Wenn wir Ausflüge machen, müssen wir auch die Medikamente mitnehmen, die zu bestimmten Zeiten gegeben werden müssen. Hier hat sich eine klassische Kulturtasche für Kinder sehr bewährt:

In dieser sind mehrere Fächer und die Spritzen können nach Zeiten einsortiert werden:

Praktischerweise kann man die Tasche mit dem Haken überall anhängen: