Archiv der Kategorie: praktische Alltagshelfer

Tasche für Medikamentenspritzen

Wenn wir Ausflüge machen, müssen wir auch die Medikamente mitnehmen, die zu bestimmten Zeiten gegeben werden müssen. Hier hat sich eine klassische Kulturtasche für Kinder sehr bewährt:

In dieser sind mehrere Fächer und die Spritzen können nach Zeiten einsortiert werden:

Praktischerweise kann man die Tasche mit dem Haken überall anhängen:

Praktischer Alltagshelfer: Medikamententasche

Um die aktuell 18 Dauermedikamente pünktlich zu geben, bewährt sich ein sehr praktischer Alltagshelfer- eine Kulturtasche:

In die einzelnen Fächer werden die jeweiligen Spritzen gefüllt, um die Zeit zuzuordnen, hat eine Pflegekraft mal alle Zeiten auf schmale Streifen geschrieben und einlaminiert:

Die Medikamente sind darin lichtgeschützt. Diese Tasche können wir dann tagsüber mitnehmen, in die Schule oder auch zu Ausflügen…

Zu Hause stecken wir die Spritzen meist lichtgeschützt in Waschlappen und stecken den „Zeitstreifen“ mit rein.

Inhalt von Quetschbeutel in Enfit-Spritze füllen

Eine zufällige Alltags-Entdeckung:

Man kann den Bolus-Adapter auf jedes Quetschbeutel-Gewinde schrauben! Mit Quetschbeuteln zum selber-befüllen ergibt das eine gute Möglichkeit für unterwegs, wenn man wenig Platz hat und nicht noch sperrige Flaschen oder Container mit sich führen will. Oder wenn das Kind das Obstmus doch nicht aufessen mag. Oder oder oder…

Und natürlich könnte man auch mit einem Drehdeckel eines Quetschbeutels den Deckel der Sondennahrung verschliessen…

Tauchen mit komplexer Beeinträchtigung

Ja… ein etwas ungewöhnliches Thema, aber sicher eine Inspiration für den einen oder anderen Leser.

Also- Judith geht gerne schwimmen. Wir wollten ihr auch mal das Tauchen ermöglichen, nur wie? Schließlich kann Judith nicht zuverlässig kontrolliert die Luft anhalten…

Zunächst versuchten wir es ziemlich rustikal: warten bis Judith eingeatmet hat, einer hält Nase und Mund gut zu, der andere taucht sie ganz kurz unter. War ein Highlight, aber auch nicht ganz ungefährlich…

Also… vielleicht eine Mund-Nasen-Beatmungsmaske, von der wir wissen dass sie dicht ist, adaptieren? Einen Beatmungsschlauch kürzen und anstecken? Hm, auch nicht ganz ungefährlich…

Da kam uns der Trend zu Fullface-Tauchermasken gerade recht!

https://www.jako-o.com/de_DE/aquatics-full-face-tauchermaske-mit-schnorchel-vollgesichtsmaske–157490

Dies war ein Geburtstagsgeschenk und wir konnten sie schon testen; Judith war das Gefühl, länger unter Wasser zu sein, noch etwas unheimlich. Aber wir bleiben dran.

Hier ein paar Fotos:

DIY: Lauflernwagen für ein Kindergartenkind

In meinem Kindergarten gibt es ein älteres Kind, das mit Unterstützung ziemlich gut selber mobil sein kann, irgendetwas zum festhalten ist aber wichtig. Zunächst hatte das Kind einen mini-Krippenkinder-Lauflernwagen. Der war jedoch zu klein.

Daher musste etwas größeres her; nur was? Ein Holz-Puppenwagen! Dieser sah recht ansprechend aus, aber auch hier war der Griff zu niedrig.

Also schraubten wir den Griff von einer auf die andere Seite und brachten ihn zusätzlich höher an, schwupps, die entscheidenden Zentimeter waren gewonnen.

Nächste Hürde war, dass der Wagen leer oft umfällt. Ungünstig, wenn sich das Kind darauf abstützen muss… Die Lösung war eine massive Holz-Platte (Küchenplatten-Rest aus dem Baumarkt), von beiden Seiten mit der flachen Seite des Wagens verschraubt, in die Mitte kam noch ein dünnerer Holz-Rest.

Nun gab es einen stabilen Wagen mit hohem Schiebegriff. Nun machten wir das ganze noch alltagstauglich- Stuhl-Filzgleiter wurden als Kantenschutz angebracht. Hier könnte man perspektivisch auch Möbel- Eckenschützer ankleben, aber mal schauen wie lange der Filz hält.

Die letzte (und schönste) Arbeit war, dass das Kind seinen Wagen selber anmalte!

Wartungsfreie Notfallklingel

Immer wieder gibt es Situationen, in denen uns der Pflegedienst schnell dazurufen muss aber nicht vom Bett weg kann. Klassisches rufen ist nicht so effektiv: verängstigt das Kind und evtl. hören wir es nicht. Der erste Versuch mit einer Funkklingel scheiterte: abwechselnd gingen die Batterien von Sender und Empfänger leer, üblicherweise genau in brenzligen Situationen.

Dann kam die wartungsfreie Klingel: der Sender holt sich die benötigte Energie aus dem Drückvorgang. Der Empfänger wird in die Steckdose gesteckt. Wir haben sie bei Conrad erworben.

sie heißt offiziell: Sygonix 1417379 Funkklingel Komplettset Batterielos.

Mund-Massage-Gerät

Dieses Gerät brachte die Logopädin mit, es heißt „Wakkelpudding„.

Der Wakkelpudding vibriert und man kann sehr gut den Mund und die Gesichtsmuskeln stimulieren. Er ist ziemlich kompakt

Das Gerät wird mit einer AA-Batterie betrieben.

Und das beste an diesem Teil: die Preise sind absolut fair! Wir nutzen dieses Vibrationsgerät häufig, um die Muskeln im Gesicht zu „wecken“.

Mitgeliefert werden insgesamt vier Aufsätze. Natürlich kann man auch den Rest des Körpers massieren und das Gerät beispielsweise für die Atemtherapie nutzen.

Fazit: sehr empfehlenswert!

Handschuhe mit weitem Einstieg

Je größer die Hände des hypotonen Kindes werden, desto schwieriger wird es, Handschuhe zu finden, in die das Kind gut reinkommt. Fingerhandschuhe fallen sowieso weg und Fausthandschuhe mit Reißverschluss gibt es meist nur bis 5-6 Jahren.

Von Jack Wolfskin gibt es Kinder- Handschuhe in Größe 128 mit weitem Einstieg!

Sie werden mit Klett geöffnet. Damit sie nicht verloren gehen, gibt es ein Gummiband das man ums Handgelenk ziehen kann, außerdem kann man die Handschuhe miteinander verbinden wenn sie nicht benötigt werden.

Die Handschuhe sind leicht gefüttert.

Kleinkram trocknen

Ich melde mich zurück. Noch lange sind wir alle nicht im „normalen“ Alltag angekommen, aber Judith ist zu Hause und ich möchte mit Euch gleich mal teilen, wie wir Kleinkram (Spritzen, Inhalierzubehör,…) trocknen.

Babyflaschen-Trockensysteme eignen sich grundsätzlich ganz gut, dieses hier besonders:

größere Dinge trocknen wir in einem „Duschregal“, darunter ist ein schmales Regal mit Handtuch ausgelegt: