Archiv der Kategorie: Hilfsmittel

DIY: Sensor-Binde

Der Sensor vom Überwachungs-Monitor (für die Sauerstoffsättigung und die Herzfrequenz) muss irgendwie am Kind befestigt werden. Die mitgelieferten Pflasterstreifen halten nicht lange, Klebebinden produzieren Müll und Judiths Haut reagiert darauf. Also nähte ich ihr selber Fixierungs-Binden:

Ihr braucht zum nähen:

„elastische (Sport-)Binde“ aus der Apotheke sowie einen flachen Schnürsenkel. Ich nähe die Binden so, dass sie zwei Mal um den Fuß/die Hand/ den Finger gewickelt werden können. Anstelle des Schnürsenkels könnte man auch eine Gummischlaufe oder die meist mitgelieferte „Kralle“ annähen.

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Inhalt von Quetschbeutel in Enfit-Spritze füllen

Eine zufällige Alltags-Entdeckung:

Man kann den Bolus-Adapter auf jedes Quetschbeutel-Gewinde schrauben! Mit Quetschbeuteln zum selber-befüllen ergibt das eine gute Möglichkeit für unterwegs, wenn man wenig Platz hat und nicht noch sperrige Flaschen oder Container mit sich führen will. Oder wenn das Kind das Obstmus doch nicht aufessen mag. Oder oder oder…

Und natürlich könnte man auch mit einem Drehdeckel eines Quetschbeutels den Deckel der Sondennahrung verschliessen…

Kleiderschutz nähen

Es war mal wieder notwendig, ein paar neue Kleiderschütze zu nähen. Wenn Ihr auch mal alte Pullover upcyceln wollt, empfehle ich:

  • Möglichst dicken Stoff (kann auch Strick sein) verwenden, ehemalige T-Shirts bekommen schnell Löcher
  • Untere Schutzschicht muss nicht bis unten reichen
  • Den Schutz zuzubinden geht schneller als knöpfen, daher verzichte ich auf Druckknöpfe
  • Kleiderschutz und aktuelles Oberteil aufeinander abstimmen, dann ist es am unauffälligsten:

Hier noch ein paar Bilder von der Herstellung; eine ausführliche Anleitung hatte ich hier schon mal aufgeschrieben.

Do-it-yourself-Gerätewagen

Wir wollten Beatmungsgerät, alle Beatmungsmasken, Cough-Assist, Inhalationsgerät und eine „Krankenhaus-Kiste“ (in der alle notwendigen Dinge für einen akuten Krankenhausaufenthalt drin sind wie Ersatzschläuche, ausreichend Pflegemittel, Rausfallschutz,…) auf einem Wagen unterbringen. Diesen Wagen möchte ich Euch zeigen, vielleicht ist er ja eine Inspiration für Euer Pflege-Zimmer.

Zunächst kaufte mein Mann alle Teile:

Dann wurden alle Holzteile mehrmals lackiert. Im Alltag wird der Wagen desöfteren abdesinfiziert, da muss das Holz einiges aushalten…

Dann wurde die Schublade montiert…

Am Ende wurde der Rest zusammen geschraubt…

… und im Kinderzimmer bestückt:

Damit auch die Stecker besser erreichbar sind und es etwas besser ausgeschlossen ist, dass Judith durch Erbrechen die Sicherung rausspringen lässt und die Steckdosenleiste keinen Schaden nimmt (alles schon vorgekommen…), hat mein Mann noch eine robuste Halterung für die Steckdosenleiste gebaut:

Flüssigkeiten mit enfit-Spritze entnehmen

Heute stelle ich Euch eine Möglichkeit vor, wie man Flüssigkeiten z. B. aus einer „Baby-Flasche“ entnehmen kann ohne zu kleckern. Hier habe ich lange rumexperimentiert und die eine oder andere Überschwemmung ausgelöst…

Das ist Vergangenheit, dank einer Kombinationslösung!

Hier kann man die Enfit-Spritze direkt an den Entnahme-Container oder auch direkt an eine Baby-Flasche, Weithalsflasche oder sogar Kronkorken-Flasche adaptieren. Ihr braucht nur einen Universal-Adapter sowie einen Bolus-Adapter.

Diese schraubt Ihr zusammen. Wenn alle Schraubverbindungen gut zusammengeschraubt sind, ist eine kleckerfreie Entnahme möglich!

Mund-Massage-Gerät

Dieses Gerät brachte die Logopädin mit, es heißt „Wakkelpudding„.

Der Wakkelpudding vibriert und man kann sehr gut den Mund und die Gesichtsmuskeln stimulieren. Er ist ziemlich kompakt

Das Gerät wird mit einer AA-Batterie betrieben.

Und das beste an diesem Teil: die Preise sind absolut fair! Wir nutzen dieses Vibrationsgerät häufig, um die Muskeln im Gesicht zu „wecken“.

Mitgeliefert werden insgesamt vier Aufsätze. Natürlich kann man auch den Rest des Körpers massieren und das Gerät beispielsweise für die Atemtherapie nutzen.

Fazit: sehr empfehlenswert!

Gastrotube: Schutz vor Druckstellen und unbeabsichtigtem öffnen

Judith hat ja einen Button. Im Winter wechseln wir immer auf einen Gastrotube, um besser dran zu kommen. Weitere Vorteile: Medikamente gehen besser durch und man braucht keinen Sicherheitsverbinder. Der Nachteil: es baumelt permanent mehr rum am Kind, bei Bauchlage gibt es Druckstellen und es besteht die Gefahr dass er sich unbeabsichtigt öffnet…

Daher habe ich einen Überzug genäht:

Zunächst schnitt ich ein Musterstück zu. Das habe ich an den Gastrotube gehalten und mit einer Nadel die Stellen markiert, an die später die Druckknöpfe kommen. Anhand dieses „Rohlings“ habe ich dann den Schutz genäht (es macht jetzt wenig Sinn die Maße zu teilen, da jeder Gastrotube etwas anders ist). Zum nachnähen hier noch ein paar Detailbilder:

PEG belüften mit Flocare Überleitsystem

Über Nacht kann es sinnvoll sein, den Magen durch Belüftung zu entlasten. Wir machen dies ab und zu, hatten bisher jedoch hierfür kein spezielles Zubehör. Also haben wir etwas improvisiert und diese Konstruktion möchte ich gerne mit Euch teilen, kann ja sein, dass Ihr es auch mal braucht 😉
Benötigt wird:

  • ein „Flocare Infinity Pack-Set“, sprich: das klassische Überleitsystem von der Pumpe zur Sonde
  • eine Luer-Spritze
  • eine Schere

So gehts:

  1. Überleitsystem abschneiden. Das dunkellilane Gummistück von den Ansatzstutzen runterziehen (etwas fummelig, wenn Ihr in der Mitte jeweils zieht, geht es ganz gut ab)
  2. Das lila Gummistück auf die Spritze und den abgeschnittenen langen Teil des Überleitsystems stecken.
  3. Spritze am Bett mit einem Klett befestigen, das andere Ende mit der Sonde verbinden. Klemme öffnen, Dreiwegehahn entsprechend einstellen.

fertig!

Bett-Rausfallschutz „Fixdecke“

Blogleser, die schon länger dabei sind, kennen bereits diesen Artikel zum Thema „Rausfallschutz selber nähen“. Da der Schlafsack zu klein wurde, nutzte ich die Gelegenheit um weiter optimieren und stieß auf die Seite https://www.fixdecken.com/ .

Diese Firma bietet selbstgenähte Bettüberzüge die dem Kind Bewegungsfreiheit bieten, aber verhindern, dass es rausfällt. Somit können wir im Urlaub/Hospiz/Krankenhaus, also beim schlafen in fremden Betten weiterhin die sonst notwendige Segufix-Fixierung umgehen. 

Fixsternli näht die Laken individuell. Judith fühlt sich in ihrem Laken sehr wohl, seht selbst:

Auf der Seite liegen geht auch. Für Judith das ideale Hilfsmittel fürs schlafen in fremden Betten!